Starke Impulse beim Neujahrsempfang mit Bischof Ackermann

Für einen Moment gemeinsam innehalten. Auf das Erreichte schauen, aber auch den Blick in die Zukunft richten. Der Neujahrsempfang des Katholischen Klinikum Koblenz · Montabaur ist eine Veranstaltung voller wertvoller Impulse. So auch im Jahr 2020, in dem das KKM zum Empfang in den Marienhof nach Koblenz geladen hatte. Prominenter Gast war Dr. Stephan Ackermann. Der Bischof von Trier sprach zum Thema „Katholisch Operieren? Gedanken zum Profil eines Krankenhauses in kirchlicher Trägerschaft.“

Starke Impulse beim Neujahrsempfang mit Bischof Ackermann

„Mehr und mehr entdecken wir, wie wichtig es ist, nicht alleine durch die Welt zu gehen, sondern Beziehungen zu pflegen“, sagte der Hausobere Werner Hohmann zur Begrüßung. Zum Neujahrsempfang kamen nicht nur die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Katholischen Klinikums, sondern auch Gäste aus Politik, Kirche und Gesellschaft sowie Kooperationspartner aus dem Gesundheitswesen im Marienhof zusammen. „Sie zeigen uns mit Ihrer Anwesenheit, dass Sie uns an Rhein und Mosel und im Westerwald wohlwollend begleiten“, wandte sich der Hausobere zum Auftakt mit einem Dank an die Gäste. 

„Das heutige KKM mit seinen drei Betriebsstätten Marienhof und Brüderhaus in Koblenz und Brüderkrankenhaus in Montabaur ist das Ergebnis eines langen Prozesses“, sagte Werner Hemmes als Vertreter der Geschäftsführung. „Der Zusammenschluss dieser drei traditionsreichen Häuser war ein wichtiger und richtungsweisender Schritt in eine erfolgreiche Zukunft. Heute können wir sagen: Das KKM ist sehr gut aufgestellt, um die Herausforderungen des Gesundheitswesens zu meistern.“ Hemmes schloss mit einem Zitat von Ordensgründer Peter Friedhofen: „Nun fahre ich fort, das Angefangene mit der Gnade Gottes zu vollenden. Mit Freude sehe ich der Zukunft entgegen.“

Den Rückblick und den Ausblick aus KKM-Sicht übernahmen in diesem Jahr mit Prof. Dr. med. Jan Maurer und Dr. med. Martin Haunschild der bisherige (bis 31. Dezember 2019) und der neue (seit 1. Januar 2020) Ärztliche Direktor am KKM. Die lange geplante Staffelübergabe zum Jahreswechsel war zuvor über Monate hinweg vorbereitet worden. Bereits seit dem Sommer 2019 hatte Dr. Haunschild an den Direktoriumssitzungen teilgenommen - gemeinsam mit Prof. Maurer, dem Hausoberen Werner Hohmann, dem Pflegedirektor Thomas Geltenpoth und dem Kaufmännischen Direktor Jérôme Korn-Fourcade.  

„Ich verzichte ganz bewusst auf eine Aufzählung all dessen, was wir gemeinsam erreicht haben“, sagte Prof. Maurer, Chefarzt der HNO am KKM. „Wir könnten uns sicherlich am Ende zufrieden auf die Schulter klopfen. Aber ich möchte gerne einen persönlichen Blick werfen auf die vergangenen zehn Jahre, in denen ich Ärztlicher Direktor am KKM war. Lassen Sie mich eines vorwegnehmen: Wir dürfen stolz sein, dass wir die Dreierflotte KKM ganz gut durch die raue See gesteuert haben. Als ich das Amt im Mai 2009 quasi über Nacht übernahm, da war unser Klinikum durch die Fastauflösung der Kardiologie in eine Krise gestürzt. Seither wurden viele wichtige und richtige Entscheidungen getroffen.“ Prof. Maurer blickte unter anderem auf die ersten Strategietreffen der beiden Koblenzer Häuser mit dem Brüderkrankenhaus in Montabaur - es war die Geburtsstunde der KKM-weiten Medizinstrategie, die bis heute fortgeschrieben und weiterentwickelt wird. „80 Prozent der im Jahr 2014 festgelegten strategischen Themen konnten wir umsetzen oder sind weit fortgeschritten. Auch die Einhäusigkeit in Koblenz ist heute von allen Gremien gewollt und liegt zur Prüfung beim Land vor. Auch wenn ich es als Aktiver wohl nicht mehr miterleben werde, freue ich mich dennoch schon heute auf die Einladung zur Einweihung“, schmunzelte Maurer. Der Chefarzt der HNO schloss seinen Rückblick mit einem Dank für die Zusammenarbeit und unterstrich: „Das hier ist keine Abschiedsrede, ich bleibe ja noch einige Jahre hier und freue mich auf meine Kernaufgabe als Mediziner in der HNO.“   

Die von Prof. Maurer genannte Medizinstrategie ist als Instrument nicht nur fest etabliert, sondern längst fortgeschrieben. Das KKM arbeitet bereits an den Themen der aktuellen Strategie 2020 bis 2025. Begleitet werden diese fortan in der Rolle des Ärztlichen Direktors von Dr. Martin Haunschild: „Sind wir bereit für das Jahr 2020?“ Diese Frage stellte der Chefarzt der Orthopädie am Brüderhaus zu Beginn seines Ausblickes. „Auf uns warten verschiedene Themen, die von außen Einfluss nehmen auf unsere Arbeit. Exemplarisch seien hier nur das MDK-Reformgesetz, die Einführung von Pflegeuntergrenzen und der Fachkräftemangel genannt. Es wird höchste Zeit, mit den Krankenhäusern und nicht über die Krankenhäuser zu sprechen. Bei uns am KKM haben wir wichtige Weichen gestellt für die medizinische Weiterentwicklung unseres Hauses. Genannt seien hier zum Beispiel Dr. Stark, der als neuer Chefarzt für Gefäßchirurgie zu Jahresbeginn seine Arbeit aufgenommen hat und die Sektion zu einer Hauptfachabteilung ausbauen wird. Oder auch die Eröffnung des neuen Gesundheitszentrums in Montabaur. Für uns stehen viele wichtige Themen an, die wir mit viel Elan angehen. Und deshalb kann ich voller Überzeugung meine anfängliche Frage beantworten: Ja, wir sind bereit für das Jahr 2020!“ 

„Zunächst einmal wollte ich Ihnen meine Solidarität aussprechen“, sagte Bischof Dr. Stephan Ackermann. „Auch der Bischof nimmt wahr, dass die Zeiten nicht leicht sind. Und ich höre auch oft Klagen, wenn ich mit Krankenhäusern spreche. Aber ich erlebe hier in den Gesprächen und in den Redebeiträgen, dass die Herausforderungen zwar groß sind, Sie diese aber offensiv, hoffnungsvoll und selbstbewusst angegangen sind - und dies auch in Zukunft tun werden.“ Von daher, so der Bischof mit einem Augenzwinkern, brauche er „nur ein bisschen“ Solidarität aussprechen. Der Bischof hatte sich im Vorfeld der Veranstaltung zunächst im kleinen Kreise mit Vertretern des Klinikums und der beiden Orden, den Schwestern vom Heiligen Geist und den Barmherzigen Brüdern Trier, in einem persönlichen Gespräch ausgetauscht. 

Mit Blick auf die Fragestellung „Katholisch operieren?“ spannte der Bischof den Bogen über den eigentlichen medizinischen Eingriff hinaus. „Katholisch operieren bedeutet auch im Sinne einer Zusammenarbeit noch stärker gemeinsam zu handeln, bei allem Wettbewerb, den es gibt. Das KKM ist ein sehr gutes Beispiel für katholisch operieren. Das bedeutet auch zu sagen: Was uns verbindet ist mehr als was uns trennt. Das gehört für mich auch im Gesundheitsbereich mit dazu.“ Bischof Ackermann sprach den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern seinen großen Respekt aus für das, was tagtäglich geleistet wird. „Bewahren Sie sich diese Freude bei Ihrer Passion, anderen Menschen zu helfen.“ 

„Die Ehrfurcht vor der Vergangenheit und die Verantwortung gegenüber der Zukunft geben fürs Leben die richtige Haltung“ - unter dieses Zitat von Dietrich Bonhoeffer hatte das KKM seinen Neujahrsempfang 2020 gestellt. Musikalisch umrahmt wurde der Neujahrsempfang von Julia Andrei-Sauerborn (Viola), Jeanne Frieda Lieser (Violine), Leah Münzer (Violine) und Rebecca Wiesend (Violoncello) vom Musikgymnasium in Montabaur. Im Anschluss an den offiziellen Teil blieb bei einem Imbiss Zeit für Begegnungen und Gespräche. Der lebendige Dialog unter den rund 150 Gästen zeigte einmal mehr, dass der Neujahrsempfang am KKM weit mehr ist als nur ein Pflichttermin im Kalender. So sah man den Bischof beispielsweise auch weit nach Ende des offiziellen Teils noch in angeregten Gesprächen mit den KKM-Mitarbeitern. Ein starkes Signal für das Katholische Klinikum.

 
 
 
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