BicK Ausbildung
Unsere Schulen
Internationale Partnerschaften

Bildungscampus Koblenz BicK- Gemeinsam in die Zukunft

Der Bildungscampus Koblenz BicK leistet mit der innovativen Vernetzung der Schulen einen Beitrag zur Weiterentwicklung einer parallel laufenden Fort- und Weiterbildungsstrategie. Diese ist institutionell verankert und ermöglicht ein zukunftsorientiertes und zielgerichtetes Lernen.

Logo zertifiziert durch die proCum Cert GmbH nach DIN EN ISO 9001

Der Bildungscampus Koblenz BicK ist zertifiziert durch die proCum Cert GmbH nach DIN EN ISO 9001 und hat die Zulassung der fachkundigen Stelle proCum Cert GmbH als zugelassener Träger nach dem Recht der Arbeitsförderung (AZAV) für die Fachbereiche,

  • Maßnahmen zur Berufswahl und Berufsausbildung und
  • Maßnahmen zur beruflichen Weiterbildung.
 

Schule für Gesundheits- und Krankenpflege

Gesundheits- und Krankenpflegeschule

Pflege umfasst die Versorgung und Betreuung von Menschen aller Altersgruppen, ob krank oder gesund, in allen Lebenssituationen. Sie schließt die Förderung der Gesundheit, die Verhütung von Krankheitenund die Versorgung und Betreuung kranker, behinderter und sterbender Menschen ein.

Die Gesundheits- und Krankenpflegeschule bietet insgesamt knapp 200 Ausbildungsplätze in sechs Kursen an. Die Ausbildung setzt sich aus theoretischen und praktischen Blöcken zusammen. Neben dem schulischen Unterricht in Koblenz findet die praktische Ausbildung im Schwerpunkt im Brüderhaus und im Marienhof Koblenz sowie im Brüderkrankenhaus Montabaur statt.

Die dreijährige Ausbildung an der Schule für Gesundheits-und Krankenpflege beginnt zum 1. Mai und zum 1. Oktober eines jeden Jahres. Die Schüler in der Gesundheits- und Krankenpflege erhalten eine am AVR orientierte Ausbildungsvergütung.

 

Schule für Physiotherapie

Schule für Physiotherapie

Physiotherapeuten behandeln Patienten, die durch Krankheit oder Unfall in ihrer Bewegungsfreiheit eingeschränkt sind. Das Tätigkeitsfeld ist dabei vielfältig:

Die meisten Physiotherapeuten arbeiten in Kliniken, Rehabilitationseinrichtungen,Therapiezentren oder in ambulanten Physiotherapiepraxen. Aber auch in großen Betrieben oder in der Forschung gibt es Beschäftigungsmöglichkeiten für qualifizierte Physiotherapeuten. Das  Arbeitsgebiet erstreckt sich auf alle medizinischen Fachgebieteund in zunehmendem Maße auf den Bereich der Prävention.

Die Ausbildung beginnt jährlich im Oktober. Neben der dreijährigen Ausbildung besteht am Bildungscampus auch die Möglichkeit der verkürzten Physiotherapieausbildung in 18 Monaten. Zugangsvoraussetzung hierfür ist eine abgeschlossene Berufsausbildung zum Masseur und medizinischen Bademeister. Das Absolvieren des Anerkennungspraktikums ist für die Ausbildung nicht erforderlich.

 

Schule für Logopädie

Schule für Logopädie

Die Logopädie gehört zu den medizinischen Heilberufen im Gesundheitswesen. Logopäden arbeiten auf ärztliche Verordnung hin. Nach eigenverantwortlich erstellter logopädischer Diagnostik und Therapieplanung
führen Logopäden die Therapie und die Beratung von Patienten und deren Angehörigen durch.

Die dreijährige Ausbildung beginnt jährlich zum 1. Oktober und gliedert sich in einen praktischen (2.100 Unterrichtsstunden) und einen theoretischen (1.740 Unterrichtsstunden) Anteil. Der Deutsche Bundesverband für Logopädie (dbl) hat der Schule für Logopädie am Katholischen Klinikum im November 2012 das Qualitätssiegel für eine empfehlenswerte Ausbildungsstätte verliehen.

 

Institut für Fort- und Weiterbildung

Fort- und Weiterbildung

Die fortwährenden Entwicklungen im Gesundheitsbereich erfordern eine dauerhafte Anpassung und ein ständiges Weiterlernen. Der Bildungscampus unterstützt die persönliche berufliche Perspektive der Mitarbeiter durch eine Weiterbildungsmöglichkeit in der Pflege zum Praxisanleiter. Masseure mit erfolgreich abgeschlossenem Examen haben zudem die Möglichkeit, eine verkürzte Ausbildung zum Physiotherapeuten zu absolvieren.

Das Institut für Fort- und Weiterbildung ist Teil des Bildungscampus Koblenz des Katholischen Klinikums. Drei Berufsausbildungen und Weiterbildung unter einem virtuellen Dach, eng vernetzt und im innovativen Austausch – der Bildungscampus Koblenz (BicK) des Katholischen Klinikums Koblenz · Montabaur bündelt Fachwissen, schafft Synergien und gestaltet Zukunftsperspektiven.

 
 

Unsere internationalen Partnerschaften

Der Bildungscampus agiert durch die verschiedenen angebotenen Ausbildungen in den Gesundheitsfachberufen nicht nur interdisziplinär. Durch unsere internationalen Kooperationen pflegen wir einen fachlichen und kulturellen Austausch über die Landesgrenzen hinweg.

 
 
Korea

Catholic University of Daegu - Korea

 
 
 

Film über den Besuch unserer Kooperationspartner der "Catholic University of Daegu“ aus Korea

Der Bildungscampus Koblenz des Katholischen Klinikums Koblenz · Montabaur kooperiert mit der Katholischen Universität in Daegu (Südkorea). Zum ersten mal besuchten 48 Studenten und Professoren das KKM - ein Besuch voller spannender Begegnungen. 40 Studenten und sechs Professoren waren bei uns zu Gast.


Bildungscampus International


Sechs Koreanische Professoren der „Catholic University of Daegu“ waren zu Gast im Bildungscampus des Katholischen Klinikums. Daegu ist eine Metropole im Südosten Koreas und mit 2,5 Millionen Einwohnern die viertgrößte Stadt des Landes.
Doch wie ist dieser Kontakt zustande gekommen?
Bereits seit zwei Jahren arbeitet der Schulleiter der Schule für Physiotherapie, Thomas Wecker mit dem koreanischen PT-Departement der Universität unter Leitung von Prof. Ji Wan Park zusammen. Insbesondere geht es dabei um die Behandlungstechnik der Manuellen Therapie, die in Korea auf immer größeres Interesse stößt. In diesem Austausch eröffneten sich weitere Felder, in denen eine Zusammenarbeit sinnvoll sein kann.
Die große Gemeinsamkeit des Bildungscampus und der Universität liegt in dem Fokus auf der „Interdisziplinarität“. Der Bildungscampus wie auch die Universität von Daegu arbeiten  an einer engen Vernetzung  der unterschiedlichen Gesundheitsfachberufe in der Ausbildung.
So waren Professoren aus den Disziplinen „Public Health“, Physiotherapie, Logopädie, Medizintechnik und Radiologie in der koreanischen Gästegruppe vertreten.   
Neben dem Austausch über das interdisziplinäre Lehren und Lernen hinaus profitieren beide Einrichtungen von dem Austausch im internationalen Kontext.
So vereinbarten unser Hausoberer Werner Hohmann und die Leitung des Bildungscampus, Thomas Wecker und Christoph Becker gerne den Beginn einer Kooperation mit der koreanischen Universität.
Bereits im Januar 2015 werden 40 Studenten aus Korea eine Woche in Koblenz zu Gast sein und mit den deutschen Schülern gemeinsam lernen – international und interprofessionell!
Bildungscampus International

Bildungscampus International
Koreanische Professoren besuchen den Bildungscampus Koblenz

Sechs Koreanische Professoren der „Catholic University of Daegu“ waren zu Gast im Bildungscampus des Katholischen Klinikums. Daegu ist eine Metropole im Südosten Koreas und mit 2,5 Millionen Einwohnern die viertgrößte Stadt des Landes.

Doch wie ist dieser Kontakt zustande gekommen? Bereits seit zwei Jahren arbeitet der Schulleiter der Schule für Physiotherapie, Thomas Wecker mit dem koreanischen PT-Departement der Universität unter Leitung von Prof. Ji Wan Park zusammen. Insbesondere geht es dabei um die Behandlungstechnik der Manuellen Therapie, die in Korea auf immer größeres Interesse stößt. In diesem Austausch eröffneten sich weitere Felder, in denen eine Zusammenarbeit sinnvoll sein kann.

Die große Gemeinsamkeit des Bildungscampus und der Universität liegt in dem Fokus auf der „Interdisziplinarität“. Der Bildungscampus wie auch die Universität von Daegu arbeiten  an einer engen Vernetzung  der unterschiedlichen Gesundheitsfachberufe in der Ausbildung.

So waren Professoren aus den Disziplinen „Public Health“, Physiotherapie, Logopädie, Medizintechnik und Radiologie in der koreanischen Gästegruppe vertreten.

Neben dem Austausch über das interdisziplinäre Lehren und Lernen hinaus profitieren beide Einrichtungen von dem Austausch im internationalen Kontext. So vereinbarten unser Hausoberer Werner Hohmann und die Leitung des Bildungscampus, Thomas Wecker und Christoph Becker gerne den Beginn einer Kooperation mit der koreanischen Universität.

Bereits im Januar 2015 werden 40 Studenten aus Korea eine Woche in Koblenz zu Gast sein und mit den deutschen Schülern gemeinsam lernen – international und interprofessionell!

 
 

Israel

Dina Academic School of Nursing Petah Tikva - Israel

 
 
 

Reisebericht Israel 22.-29.05.2016

Seit 2013 besteht eine Partnerschaft zwischen der Dina Academic School of Nursing in Petah Tikva/Israel und der Schule für Gesundheits- und Krankenpflege des Katholischen Klinikums KoblenzMontabaur. Der Austausch der Schüler bzw. Studierenden erfolgt im jährlichen Wechsel, und im Mai 2016 traten wieder 15 Schülerinnen und Schüler des Katholischen Klinikums mit Frau Dr. Fischer und Frau Metzner eine Reise ins Unbekannte an.

Am 22. Mai, einem Sonntag, trafen wir uns alle am Frankfurter Flughafen, von wo aus uns die israelische Fluggesellschaft El AL in viereinhalb Stunden sicher nach Tel Aviv brachte.
Gegen 01:00 Uhr nachts erreichten wir den Ben Gurion Airport, wo uns bereits ein Bus erwartete, der die Reisegruppe zur Jugendherberge Bnei Dan fuhr. 

Reisebericht Israel  22.-29.05.2016

Unsere Gruppe im Garten der Dina Academic School of Nursing 

Nach einer sehr kurzen Nacht fanden sich alle pünktlich um 07:00 Uhr im Frühstückssaal ein, um eine kleine Stärkung zu sich zu nehmen und den ersten Kontakt mit israelischen Speisen zu suchen. Im Anschluss an mit Käse überbackene Nudeln und in Schokosoße schwimmenden Schokokuchen, welcher unser Diabetesrisiko bereits nach dem ersten Bissen signifikant erhöhte, machten wir uns auf den Weg zum öffentlichen Bus, welcher uns nach Petah Tikva bringen sollte.

Nach einer Odyssee durch die Straßen Tel Avivs und einem für uns unbegreiflichen Verkehrswirrwarr, in welchem wir die Hupe als allgemeines Hilfsmittel für alle Lebenslagen kennenlernten, trafen wir zuerst die Direktorin der Schule, Dr. Ilana Margalith. Diese lud uns zu einer Führung durch die Dina Academic School, das Beilinson Hospital und die Schneider-Kinderklinik ein.

Endlich war es soweit und wir lernten auch die israelischen Studenten kennen, mit denen wir den Nachmittag mit dem Schwerpunktthema Ethik verbrachten. Zunächst stellte Gerald die beiden Modelle vor, mit denen wir in unserer Ausbildung an ethische Fragestellungen heran gehen. In Rollenspielen wurden dann sowohl von den Israelis als auch von uns typische Situationen aus dem Krankenhausalltag dargestellt und mit den israelischen Studenten unter der Beachtung der jeweiligen kulturellen Einflüsse diskutiert. Herr Lyschik hatte uns auf diesen Teil inhaltlich intensiv vorbereitet, und unsere beiden Lehrerinnen waren ziemlich stolz auf unsere Leistungen.

Anschließend begaben wir uns alle gemeinsam zum Mittagessen (am „Meatless-Monday“), um uns mit unseren Gastgebern weiter auszutauschen und - losgelöst von schulischen Inhalten - kennenzulernen. Nach dem Essen ging es mit einem Bus zu einem modernen Kibbuz, in dem uns mit einer Führung diese, einzig in Israel vorkommende Lebensform näher gebracht wurde. Zurück in der Jugendherberge hatten wir nur eine kurze
Verschnaufpause; weiter ging es zu einem abendlichen Trip zusammen mit den israelischen Studenten durch Jaffa, welcher den Abschluss eines außerordentlich interessanten aber gleichermaßen kräftezehrenden ersten Tages bildete, nach welchem wir (fast) alle wie tot ins Bett fielen.

Israel 2016

Blick auf die Klagemauer, den Felsendom und die Al Aqsa Moschee 

Am nächsten Morgen stand ein Kleinbus bereit, der uns nach Jerusalem brachte. An Bord erwartete uns bereits der Guide, der uns den gesamten Tag begleitete, uns zu vielen Sehenswürdigkeiten führte und die Verpflegung organisierte. Begonnen haben wir mit einem eindrucksvollen Besuch von Yad Vashem, der „Gedenkstätte der Märtyrer und Helden des Staates Israel im Holocaust“, samt Führung und einem Starauftritt der Spitzenlinkspolitikerin Sahra Wagenknecht. Den restlichen Tag erkundeten wir Jerusalem, wo wir dann unter anderen die Grabeskirche und die Klagemauer (hautnah), den Felsendom und die Al-AqsaMoschee
(nur von weitem), zu sehen bekamen.

Den Abschluss bildete die Davidsstadt, die wichtigste archäologische Fundstelle des biblischen Jerusalem. Hier durchwanderten wir einen 2.700 Jahre alten Wassertunnel, in dem es stockdunkel (wie gut, dass Smarthphones eine Taschenlampe haben!) und das Wasser erfrischende 70 cm tiefstand.

Am Mittwochmorgen trafen wir uns mit den israelischen Studenten und deren Lehrern, um unseren Praxiseinsatz anzutreten. Während dem Frühdienst im Beilinson-Hospital erlebten wir die grundsätzlichen Unterschiede des Pflegeverständnisses, die sich uns in Form des Klinikalltags darboten. Anschließend tauchten wir über das Erlebte aus, was bis in die Nachmittagsstunden dauerte.  

Reisebericht Israel  22.-29.05.2016

Israelisch-deutsche Pflegepraxis 

Am Abend waren wir dazu eingeladen, an einem jüdischen Brauch, dem „Feuer“ teilzunehmen. Überall in Israel wurden Feuer entfacht und die Menschen saßen zusammen um gemeinsam zu essen, zu trinken, zu reden und zu singen. Dabei erfuhren wir die Geschichte dieses Rituals, welches auf ein geheimes Glaubensbekenntnis zurückzuführen ist, aus Zeiten, in denen dies offiziell untersagt war. Bis spät in die Nacht hinein bildeten sich
zahlreiche Freundschaften.

Lagerfeuerabend mit den Israelis

Lagerfeuerabend mit den Israelis 

Am nächsten Tag stand ein Ganztagesausflug ans Tote Meer auf dem Plan, wobei wir die Chance nutzten, auf dem Weg dorthin noch ein Franziskanerkloster aus dem 5. Jahrhundert n.C., welches im Wadi Quelt in einen Fels gebaut ist, zu besuchen. Die Gelegenheit, unterwegs die Taufstelle von Jesus Christus im Jordan zu besichtigen und uns ein Fläschchen heiliges Wasser abzufüllen, ließen wir dabei auch nicht ungenutzt. 

Blick auf das Tote Meer

Blick auf das Tote Meer  

Nachdem am Nachmittag alle eine babyweiche Haut durch das Treiben im salzigen Nass hatten, fühlten wir uns ausgeruht und bereit für die abendliche Pool-Party im Elternhaus von Shir, einer israelischen Studentin.

Die Städte Haifa und Akko erwarteten uns in Begleitung von Monica Cohen, Mitarbeiterin der Stadt Petah Tikva, am Freitag. So erkundeten wir die alte Kreuzfahrerstadt Akko mit ihrem Markt, bewunderten die Bahai Gärten und besuchten die eindrucksvollen hängenden Gärten in Haifa. Die Möglichkeit, endlich auch die nähere Umgebung unserer Unterkunft in Tel Aviv kennenzulernen, erhielten wir am Abend. 

Bahai-Gärten in Akko

Bahai-Gärten in Akko  

Am Samstag hatten wir den Tag zur freien Verfügung. Viele von uns gingen – natürlich nach dem Ausschlafen - an den Strand, um die strapazierten Gliedmaßen in der Sonne baumeln zu lassen. Nachmittags besuchten einige noch einmal den bekannten Sarona Market. Bevor wir unsere israelischen Freunde in einer Bar ein letztes Mal trafen, führte uns unser Weg am Abend zunächst in ein Schokoladenrestaurant, was die hart erarbeiteten Bademoden Figuren auf eine schwere Probe stellte.

In der Nacht von Samstag auf Sonntag, gegen 02:00 Uhr, wurden wir dann vom Bus abgeholt und zum Flughafen gebracht, um letztlich gegen 10:30 Uhr am Sonntagmorgen wieder in Frankfurt zu landen. Hier trennten sich unsere Wege nach einer, für uns alle, unvergesslichen Woche voller Erfahrungen, endlos vieler Eindrücke und neu gewonnener Freunde.

Auf Wiedersehen Israel!

Auf Wiedersehen Israel!  

Wir bedanken uns bei all denen, die es uns ermöglicht haben dieses lehrreiche Erlebnis zu realisieren.

Besonders danken wir den Sponsoren, die diese Reise finanziell unterstützt haben: dem Freundschaftskreis Koblenz-Petah Tikva, der Sparkasse Koblenz, der Axel Springer-Stiftung, der Buber Rosenzweig-Stiftung, der Stadt Koblenz und dem Bildungsministerium Rheinland-Pfalz. Der größte Dank geht an unsere israelische
Partnerschule und allen Freunden dort, welche uns eine Gastfreundschaft entgegenbrachten, die Ihresgleichen sucht.

Toda raba!


Von Veronika Knoll und Moritz Scheibenpflug

Pflegestudierende unserer israelischen Partnerschule zu Gast am Bildungscampus Koblenz

Vom 14. bis 20.06.2015 war es soweit: Erstmals besuchte eine Gruppe von 11 Pflegestudierenden unserer israelischen Partnerschule, der Dina Academic School of Nursing in Petah Tikva (Partnerstadt von Koblenz), mit ihrer Lehrerin Elinora Gandelman, unser Klinikum.

Pflegestudierende unserer israelischen Partnerschule zu Gast am Bildungscampus Koblenz

Die Partnerschaft der beiden Schulen besteht bereits seit 2013 und wurde ursprünglich als Projekt des Kurses A/11 der Schule für Gesundheits- und Krankenpflege initiiert. Nachdem wir selbst im vergangenen Jahr auf der Ausbildungsabschlussfahrt mit dem Kurs A/11 unsere „Twin School“, das dazugehörige Rabin Medical Center und das Land Israel kennenlernen durften, freuen wir uns riesig, dass der erste Gegenbesuch nun zustande kam. Unsere Gäste erwartete ein vielseitiges Programm mit fachbezogenem Austausch und dem Kennenlernen von Koblenz und Umgebung.

So erlebten die Studierenden unsere beiden Koblenzer Betriebsstätten nicht nur in Form von Hausführungen, sondern hospitierten – begleitet von Pflege-Mitarbeiter/-innen der entsprechenden Fachbereiche und Mitarbeiterinnen der Gesundheits- und Krankenpflegeschule – einen Frühdienst auf den Stationen, um den Pflegealltag in Deutschland kennen zu lernen.

Pflegestudierende unserer israelischen Partnerschule

Anschließend hatten sie Gelegenheit, sich mit unseren Auszubildenden über ihre Erfahrungen auszutauschen. Der Frage nach Gemeinsamkeiten und Unterschieden war ein weiterer Tag gewidmet, für den nicht nur die Gäste, sondern auch Auszubildende der Kurse O/13 und A/13 zahlreiche Präsentationen vorbereitet hatten.

Inhalte der Vorträge waren nicht nur pflegespezifische Themen wie „Gesundheitswesen in Israel bzw. Deutschland“ und „Pflegeausbildung“, sondern auch gesellschaftlich relevante und aktuelle Themen wie „Umgang mit Homosexualität“, „Pränatale Diagnostik – Schwangerschaftsabbruch“ und „Versorgung alter Menschen“. Die Vorträge wurden – allesamt in englischer Sprache – sehr engagiert und kreativ aus verschiedensten Perspektiven beleuchtet präsentiert und anschießend gemeinsam diskutiert. Interkulturelle Kommunikation live!

Natürlich durfte auch das Kennenlernen des schönen Mittelrheintals nicht fehlen. So stand neben einer Stadtführung durch Koblenz noch eine Schifffahrt auf dem Rhein mit Besichtigung der Marksburg auf dem Programm, und für einen Tag hatten unsere Gäste sich einen Besuch in Köln mit ausgiebiger Gelegenheit zum Shopping gewünscht.

Dina Academic School of Nursing Petah Tikva - Israel

Ein Abend war auch der besonderen Beziehung zwischen unseren beiden Ländern gewidmet. So besuchten wir gemeinsam die Festveranstaltung zur Feier des 50. Jahrestages der Aufnahme der diplomatischen Beziehungen zwischen Israel und der Bundesrepublik Deutschland, die am 16.6. im Bundesarchiv stattfand.

Dem offiziellen Teil vorangestellt war eine sehr interessante Führung durch das Bundesarchiv, bei der wir u.a. eine Kopie des Originals von Schindlers Liste ansehen durften. Gleichzeitig gefeiert wurde an diesem Abend die seit 15 Jahren bestehende Städtepartnerschaft zwischen Koblenz und Petah Tikva. Der interessante und lebhafte Festvortrag von Dr. h.c. Johannes Gerster sowie die Grußworte des Koblenzer Oberbürgermeisters Dr. Hofmann-Göttig sowie des Bürgermeisters von Petah Tikva, Itzik Bravermann, machten einmal mehr deutlich, wie wichtig gelebte Partnerschaften sind – seien es nun Städte- oder Schulpartnerschaften. Entscheidend sind nicht die formalen „Beziehungen“, sondern der persönliche Kontakt zwischen den Menschen.

Und da dieser auch bei uns nicht zu kurz kommen sollte, feierten wir am vorletzten Abend des Besuchs ein „Come together Barbecue“, zu dem unsere Schule alle Schüler und Mitwirkenden des Austauschbesuchs eingeladen hatte. Von der Küche bestens versorgt mit Getränken, Salaten und Fleisch, welches von Grillmeister Paul aus dem Kurs A/14 routiniert und fachmännisch zubereitet wurde, wurde lange und fröhlich geplaudert und Freundschaften geknüpft.

Den zahlreichen Bildern auf Facebook und den müden Gesichtern am folgenden Morgen war zu entnehmen, dass der Ausklang des Abends in der Stadt noch ziemlich lang gewesen sein muss.

An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an alle, die den Besuch und das Programm ermöglicht haben: dem Katholischen Klinikum für Kost und Logis in der schönen Gästeetage im Haus St. Martin, dem Freundschaftskreis Koblenz-Petah Tikva für das Sponsoring des Sightseeing-Programms und allen Kolleginnen und Kollegen im Haus und an der Schule für ihre tatkräftige Unterstützung bei der Realisierung des Programms.

Renate Fischer

Gelebte Partnerschaft: KKM empfing Besuch aus Israel

Gelebte Partnerschaft: KKM empfing Besuch aus Israel

Zum ersten Mal in der noch jungen Partnerschaft empfing die Gesundheits- und Krankenpflegeschule des Katholischen Klinikums Koblenz · Montabaur Besuch aus Israel. Dr. Ilana Magalith, Direktorin der Partnerschule „Dina Academic School of Nursing“ des Rabin Medical Centers in Petah Tikva und Naveen Omar (israelische Krankenschwester und Lehrerin) besuchten das Katholische Klinikum in Koblenz und Montabaur.



„Eine fantastische Region“, sagte Dr. Ilana Magalith. „Wir haben jeden Moment dieses Besuches genossen. Unsere Kollegen aus Deutschland haben ein tolles Programm für uns zusammengestellt. Eine großartige Erfahrung.“

Auf dem Plan standen nicht nur Besuche in den drei Betriebsstätten des Katholischen Klinikums in Koblenz und Montabaur sowie am Bildungscampus des Klinikums, zu dem unter anderem die Schule für Gesundheits- und Krankenpflege gehört. Gemeinsam mit den deutschen Kollegen um Schulleiter Christoph Becker und Klassenlehrerin Dr. Renate Fischer wurden auch kulturelle Zwischenstopps eingelegt – etwa beim Besuch der Festung Ehrenbreitstein.

Kulturdezernent Detlef Knopp, Kulturdezernent der Stadt Koblenz, begrüßt die Schulpartnerschaft zwischen den Gesundheits- und Krankenpflegeschulen in Petah Tikva und dem Katholischen Klinikum Koblenz • Montabaur. Knopp selbst war Mitglied der offiziellen Delegation der Stadt Koblenz, die im Jahr 2000 in Petah Tikva die Partnerschaftsurkunde unterzeichnete. „Städtepartnerschaften müssen von Vereinen, Verbänden und Schulen gelebt werden, deshalb leistet das Katholische Klinikum mit dieser Schulpartnerschaft einen Beitrag zur Belebung der Partnerschaft, die insbesondere auch von Jugendlichen getragen werden muss. Hierfür ist auch das Cusanus-Gymnasium in Koblenz ein gutes Beispiel“, sagte Knopp bei einem Empfang der israelischen Delegation im Koblenzer Forum Confluentes. „Die Lehre aus unserer Geschichte ist, dass Versöhnung und Verständigung das deutsch-israelische Verhältnis prägen - dazu leisten Städtepartnerschaften und das Engagement der Zivilgesellschaft einen unverzichtbaren Beitrag.“ Der Kulturdezernent dankt allen, die zu dieser Partnerschaft zwischen den Schulen der Dina Academic School of Nursing und dem Katholischen Klinikum beigetragen haben.

Die „Dina Academic School of Nursing“ des in Trägerschaft von Clalit Health Services stehenden Rabin Medical Centers ist seit April 2013 Partnerschule der Gesundheits- und Krankenpflegeschule. Die Idee zu dieser Partnerschaft entstand vor rund drei Jahren im Kurs A/11 der Schule. Eine Schülerin aus dem Kurs hatte zuvor das Cusanus-Gymnasium in Koblenz besucht und von der dortigen Partnerschaft mit einer Schule in Petah Tikva berichtet. „Wir wussten von Beginn an, dass dies eine tolle Idee ist und eine sehr interessante Partnerschaft werden kann“, sagte Dr. Ilana Magalith bei ihrem Deutschlandbesuch. „Sie bietet eine tolle Chance des Austausches und macht es Schülern und Lehrern aus beiden Ländern möglich, ihren Horizont zu erweitern. Auf der pflegerischen, aber vor allem auch auf der menschlichen Ebene. Schon heute pflegen wir eine wunderbare Freundschaft.“

Christoph Becker und Dr. Renate Fischer, die die Idee ihrer Klasse aufgegriffen und die Partnerschaft maßgeblich mit vorbereitet hatte, waren im April 2013 bereits zu Besuch in Israel. Anfang 2014 besuchte der Kurs A/11, von dem die Idee zur Partnerschaft ausgegangen war, im Rahmen einer neuntägigen Studienreise die Partnerschule in Petah Tikva.
zurück zur Übersicht Weitere Informationen zum Bildungscampus des KKM gibt es hier.

Shalom! Deutsch-israelische Schulpartnerschaft ist besiegelt

Shalom! Deutsch-israelische Schulpartnerschaft ist besiegelt
Dina Academic School of Nursing Petah Tikva - Israelzoom
Shalom! Deutsch-israelische Schulpartnerschaft ist besiegelt zoom
Shalom! Deutsch-israelische Schulpartnerschaft ist besiegelt zoom
 

Am 29. April 2013 wurde im Rahmen einer Feierstunde am Rabin Medical Center in Petah Tikva, der israelischen Partnerstadt von Koblenz, die Partnerschaft zwischen der Schule für Gesundheits- und Krankenpflege am Katholischen Klinikum Koblenz ▪ Montabaur und der Dina Academic School of Nursing besiegelt. Der feierlichen Unterzeichnung der Urkunde durch die beiden Schulleiter, Ilana Margalith und Christoph Becker, waren eineinhalb Jahre der Vorbereitung vorangegangen. Initiiert wurde der Aufbau der Schulpartnerschaft durch die Auszubildenden des Kurses A/11 und ihrer Klassenleiterin Renate Fischer, die während ihres Einführungsseminars in Kloster Arnstein die Idee dazu entwickelten und die Umsetzung zu ihrem Kursprojekt erklärten.

Zahlreiche Aktivitäten folgten, um den Plan Realität werden zu lassen. Nachdem die Unterstützung des Projektes durch die Hausoberin des Katholischen Klinikums, Frau Brest, zugesichert worden war, wurde zunächst der Kontakt zum Freundschaftskreis Koblenz-Petah Tikva hergestellt. Im Rahmen der BUGA 2011 hatten zwei Schülerinnen des A/11 die Gelegenheit, das Projekt dem Bürgermeister von Petah Tikva vorzustellen. Nachfolgend wurde die Diana Nursing-School in Petah Tikva angefragt, ob Interesse an einer Partnerschaft bestünde. Es entwickelte sich ein lebhafter Email-Austausch zwischen Ilana Margalith und Renate Fischer, der im September 2012 in eine Einladung nach Israel für April 2013 mündete. Parallel dazu beschäftigte sich der Kurs im Unterricht intensiv mit dem Thema Israel, seiner Geschichte, Geografie, dem Judentum und der aktuellen politischen Situation.

So reisten wir, Christoph Becker und Renate Fischer, am 27.04.2013 also nach Petah Tikva: im Gepäck viel gespannte Erwartung, Neugier und einem dicken Fotoalbum, in dem die A/11-Schüler sich den israelischen Pflegekollegen vorstellten. Diese vier Tage in Israel haben unsere israelischen Partner für uns zu einem unvergesslichen Erlebnis gemacht. Die Zeit unseres Aufenthalts war so geplant, dass wir sehr viel erleben durften und uns rundum wohlfühlen konnten. Hierzu gehörte die persönliche Begrüßung am Flughafen von Tel Aviv durch Monica Cohen, Mitarbeiterin der Stadtverwaltung von Petah Tikva, unsere ständige Begleitung durch eine deutschsprachige Lehrerkollegin, um unsere Englischkenntnisse nicht allzu sehr zu strapazieren, die Organisation sämtlicher Transfers zwischen Flughafen, Hotel und Schule sowie die ständige Sorge um unser leibliches Wohl. Übrigens: Das Essen in Israel ist sensationell lecker!

Am ersten Tag unseres Aufenthaltes wurden wir zunächst durch Dr. Dorit Weiss, oberste Pflegeleitung des Clalit Health Service, über das Gesundheitswesen in Israel und den Clalit-Konzern - zweitgrößtes Non-Profit-Unternehmen im Gesundheitswesen weltweit - informiert. Es folgten Führungen durch das Rabin Medical Center, einer Klinik mit 1.300 Betten an zwei Standorten und 4.500 Mitarbeitern sowie durch die international bekannte Schneider-Kinderklinik. Wir erlebten moderne, technisch exzellent ausgestattete (z.B. besitzt das Rabin Medical Center den Da Vinci-Roboter zur computerassistierten Chirurgie) und durch und durch patientenorientiert gestaltete Kliniken.

Nachmittags standen Gespräche bezüglich der Schulpartnerschaft und schließlich noch eine Tour nach Jerusalem mit Stadtführung auf dem Programm.

Pflegeausbildung an der Dina Academic School of Nursing in Petah Tikva
 
- Die akademische Pflegeausbildung erfolgt in Kooperation mit der Universität Tel Aviv.


 - Pflege-Auszubildende sind Studierende und bezahlen Studiengebühren.

-Verschiedene Studiengänge werden angeboten:
-dreijähriges Diplomstudium, Abschluss RN (Registered Nurse)
-vierjähriges Bachelor-Studium (BA Nursing) und RN-Abschluss
-dreijähriges, verkürztes „Second Career“ Studium für Bachelor-Absolventen in anderen Fächern mit RN-Abschluss
-einjährige „Post-Basic-Courses“ zur Spezialisierung, z.B. in OP- und Intensivpflege

 

Praktische Ausbildung
-Die Ausbildung findet in stationären und ambulanten Einrichtungen statt. Die Studierenden stehen nicht auf dem Stellenplan.

-
Das akademische Lehrpersonal der Schule ist intensiv in die praktische Ausbildung involviert.

- Auf zahlreichen Stationen gibt es separate Räume für die Studierenden zur Vor- und Nachbereitung von praktischen Lernsituationen.

-Studierende sind Lernende. Sie dürfen nicht zu Tätigkeiten herangezogen werden, die eine Registered Nurse nicht durchführen würde (z.B. Transport- oder Reinigungsdienste).

Am zweiten Tag stand vormittags die Pflegeausbildung in Israel im Vordergrund. Zu erwähnen ist, dass hier sowohl jüdische als auch arabische Studierende (und auch Lehrer) in Schule und Klinik gemeinsam lernen und arbeiten. Insgesamt erlebten wir in der Klinik ein sehr entspanntes und freundliches Klima – ein deutscher Arzt, den wir kennenlernten, lobte explizit die gute Zusammenarbeit zwischen Pflege und Medizin in Israel.

Auch die Schule selbst ist sehr gut ausgestattet. Statt eines „Demo-Raums“ gibt es zwei vollständig ausgestattete Patientenzimmer mit je drei Betten, in denen hochwertige Simulationspuppen liegen. Die beiden Räume wiederum sind über Video mit einem Schulungsraum verbunden, in dem die Studierenden das Geschehen am „Patienten“ beobachten und evaluieren können. 

Höhepunkt der Israel-Reise war die am Nachmittag stattfindende Zeremonie der Unterzeichnung der Partnerschaftsurkunde, zu der nicht nur pflegerische Mitarbeiter der Klinik und der Schule, sondern auch der  General Director des Rabin-Medical-Centers, Dr. Eyran Halpern, und Heike Kauls, Mitarbeiterin der Deutschen Botschaft in Israel, erschienen. Die Direktorin der Dina Nursing-School führte durch ein Programm, welches musikalisch durch Studierende der Musikschule von Petah Tikva gestaltet wurde; so gab es Beiträge durch eine Violinistin, einen Chor und eine junge Solistin, die auch Lieder in deutscher Sprache vortrugen.
Der Tag wurde beschlossen mit einem Ausflug in die Altstadt von Jaffa, bevor wir am nächsten Morgen wieder in Richtung Heimat aufbrachen.

Was wir mitgenommen haben? Israel ist ein faszinierendes Land mit unglaublich freundlichen Menschen und wir sind von der großzügigen Gastfreundschaft unserer israelischen Partner immer noch überwältigt. Toda Raba Ilana! Die Dina-Academic-School of Nursing mit ihrer Direktorin Ilana Margalith ist ein toller Partner für einen aktiven und fruchtbaren Austausch. Wir konnten bereits viele Ideen dafür gemeinsam entwickeln, die weit über einen „Schüleraustausch“ im herkömmlichen Sinne hinaus gehen.

Die erste Reise von Auszubildenden nach Israel wird die Abschlussfahrt des Kurses A 11 im Februar 2014 sein, und wir freuen uns riesig, im kommenden Sommer auch die ersten Gäste aus Israel hier in Koblenz begrüßen zu dürfen.

Bis dahin: Lehitraot Israel!

 
 
 
 
315