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Ausbildunginformationen

Informationen zur Ausbildung Physiotherapeut/in

Ausbildung Physiotherapie

Die Ausbildung zum Physiotherapeut/-in gliedert sich in den theoretischen/ praktischen Unterricht und die praktische Ausbildung. Der theoretische/praktische Unterricht erfolgt an unserer Physiotherapieschule im Bildungscampus, David-Roentgen-Str. 10. Nach neun Monaten wird dieser durch die praktische Ausbildung am Patienten ergänzt. Diese findet in unserem Klinikum und bei unseren Koope­rationspartnern statt. Die praktische Ausbildung wird von der Schulleitung geplant und ist auf den Unterricht in der Schule abgestimmt. Regelmäßige praktische und theo­retische Lernkontrollen bereiten Sie eingehend auf die staatliche Prüfung vor. Dadurch ermöglichen wir Ihnen eine optimale Berufsvorbereitung. Informationen finden Sie im aktuellen Flyer

Beginn- und Dauer der Ausbildung

Jeweils im Oktober des Jahres

Zwei Kurse mit jeweils 25 Plätzen

Die Ausbildungsdauer beträgt 3 Jahre, findet in Vollzeit statt und umfasst insgesamt mindestens 4.500 Unter­richtsstunden.

Ausbildungsvergütung

Die Ausbildungsvergütung beträgt für die jeweiligen Ausbildungsjahre:

  • Erstes Ausbildungsjahr: 1.015,24 €
  • Zweites Ausbildungsjahr: 1.075,30 €
  • Drittes Ausbildungsjahr: 1.172,03 €

zzgl. einer monatlichen Zulage in Höhe von 11,11 €.

Unterkunft

In direkter Nachbarschaft der Standorte des Katholischen Klinikums befinden sich Wohnheime, in denen in begrenzter Anzahl Zimmer für die Schüler des Bildungscampus zur Verfügung stehen.

Die VEGIS Immobilien Verwaltungs- und Vertriebsgesellschaft mbH vermietet Einzelappartements und Doppelappartements in der Koblenzer Str. 236, 56073 Koblenz direkt gegenüber des Marienhofs.

Ansprachpartner: Herr Sebastian Rumpel

Email: sebastian.rumpel@foncia.de

siehe auch: https://vegis-immobilien.de/studentenwohnheime-appartementvermietung/koblenz/


Anfragen bezüglich der hauseigenen Wohnheime richten Sie bitte per E-Mail an das Sekretariat.

Kerstin Keip
Sekretariat Kaufm. Direktor
Details
Unterrichtsfächer / Lernangebote

Unterrichtsfächer

  • Anatomie und Physiologie
  • Allgemeine und spezielle Krankheitslehre
  • Psychologie/Pädagogik/Soziologie
  • Prävention und Rehabilitation, Trainingslehre, Bewegungslehre, Bewegungserziehung
  • Physiotherapeutische Befund- und Behandlungstechniken
  • Methodische Anwendung der Physiotherapiein verschiedenen medizinischen Fachgebieten
  • Berufs-, Gesetzes- und Staatskunde
  • Allgemeine und spezielle Massage
  • Elektro- und Hydrotherapie

Zusätzliche Lernangebote über die gesetzlich vorgeschriebenen Inhalte hinaus:

  • Ausbildung zum Übungsleiter Behindertensport (BSV)
  • Ausbildung zum Rückenschullehrer
  • Praxiserfahrung in den Bereichen Sport­Physiotherapie, der betrieblichen Gesundheitsförderung und der Frühförderung von Kindern in der Kita Marienkäfer
  • Unterrichtsprojekte und Exkursionen
Praxis

Praktische Ausbildung in der Physiotherapie

1.600 Unterrichtsstunden

Die praktische Ausbildung sieht 1.600 Unterrichtsstunden am Patienten vor. Sie umfasst die Fachbereiche

  • Chirurgie
  • Innere Medizin
  • Orthopädie und Neurologie.
  • Pädiatrie 
  • Psychiatrie
  • Gynäkologie
  • Prävention und Rehabilitation
  • Behandlung von Patienten mit Querschnittlähmung
  • Sportphysiotherapie

Enge Verzahnung von Praxis und Thorie

Die praktische Ausbildung wird durch die Schulleitung geplant und beginnt nach einer ca. 9-monatigen Vorbereitungszeit mit theoretischem und praktischem Unterricht.

In der praktischen Ausbildung am Patienten knüpfen die Schüler an ihren bisherigen theoretischen und fachpraktischen Ausbildungsinhalten an und erweitern ihre Handlungskompetenzen, so dass sie unter realen Bedingungen physiotherapeutisch tätig sein können. Durch die fachliche Anleitung entwickeln sie ihre Therapeutenpersönlichkeit.

Die enge Verzahnung des theoretisch/praktischen Unterrichtes und der praktischen Ausbildung am Patienten in den einzelnen Fachbereichen ist uns besonders wichtig. Aus diesem Grund ist die praktische Ausbildung so organisiert, dass die Schüler täglich den halben Unterrichtstag im praktischen Unterricht am Patienten absolvieren, während die zweite Hälfte des Tages theoretischen und praktischen Unterricht in der Schule enthält.

Die praktische Ausbildung der Absolventen unserer Einrichtung wird durch die Lehrkräfte der Physiotherapieschule, durch ausgebildete Praxisanleiter und z.T. durch Dozenten, die gleichzeitig als Praxisanleiter fungieren, gewährleistet.


    Bildergalerie
    Erfahrungsbericht-Corona

    Lernen in Zeiten von Corona – ein Erfahrungsbericht

    … und plötzlich war alles anders. Plötzlich galt es, einen Beruf virtuell zu erlernen, der davon lebt, ihn im Umgang mit den Menschen zu lernen. Corona – was hat das mit den mehr als 500 Schülerinnen und Schülern am Bildungscampus Koblenz des Katholischen Klinikums gemacht? Die beiden Physiotherapie-Schülerinnen Sarah und Antonia geben in ihrem ganz persönlichen Rückblick einen beeindruckenden Blick in den Corona-Alltag am Campus.

    „Das Glas ist halb voll und nicht halb leer.“ Dieser Spruch, den unser Schulleiter immer wieder sagte in den vergangenen Monaten, ist einer voller Hoffnung, Zuversicht und Mut. Er begleitete uns durch die langen Tage Zuhause und auf unserem Weg zur Normalität. „Homeoffice“, so lautete am Abend des 13. März die Nachricht, ein landesweiter Lockdown trat in Kraft. Eine komplette Ausnahmesituation, aus der es galt, das Beste zu machen.

    Schon bald stellte sich uns die Frage, wie lässt sich ein Beruf wie dieser über den PC in einer rein theoretischen Form vermitteln? Das wäre ja, als würde man einen Maurer Tetris spielen lassen, damit er lernt eine Wand zu bauen. Der Beruf als Physiotherapeut lebt ja eigentlich von dem sozialen Miteinander und dem Behandeln ganz nah am Menschen?!

    Okay, der praktische Teil wurde erstmal auf Seite geschoben, um in der Theorie voranzukommen. Tagtäglich wurden wir von einer Eigenarbeit zur nächsten schriftlichen Ausarbeitung gejagt. Und so vergingen die Wochen. Die Zeit im Homeoffice wurde immer länger, der Nacken fing an zu schmerzen und die Augen wurden von Tag zu Tag viereckiger. Die Motivation wurde geringer und das tägliche „Zuhause sitzen“ wurde immer nerviger. In der Schule herrschte gähnende Leere. Nur die Lehrer fand man an Ort und Stelle, geplagt von Anrufen und vollen E-Mail-Posteingängen.

    Irgendwann hieß es dann, wir dürfen zurück! Endlich zurück in die Schule, unter Leute, voller Hoffnung etwas zu erleben. Doch dann saßen wir da, in zwei getrennten Räumen, mit Maske, auf Abstand am Einzeltisch. Wochenweise haben wir die Räume gewechselt, sodass jeder die Möglichkeit hatte am Präsenzunterricht teilzunehmen. Recht schnell rüstete die Schule in Sachen technische Geräte zur Live- Übertragung auf.

    Dann kam der Besuchereinweisungsdienst. Wir Schüler wurden in verschiedenen Betriebsstätten am KKM zu unterschiedlichen Zeiten eingeteilt, um die Angehörigen für knapp 20 Minuten zu den Patienten zu lassen. Das war super organisiert. Zwar machten es uns einige Angehörige echt nicht leicht. Sie versteckten sich in Bädern oder Fluren, um heimlich länger im Krankenhaus zu bleiben. Aber die meisten Besucher waren verständnisvoll und dankbar, dass wir mit diesem Dienst den Besuch ihrer Angehörigen ermöglichten. Während dieser Zeit wurden wir durch spendierte Süßigkeiten und das gemeinsame Pizzaessen auf Station belohnt. Alles war anders. Aber es fühlte sich richtig an.

    Dennoch konnten wir kaum erwarten, als es endlich wieder so weit war: Wir hatten das GO, es hieß „back to the roots“! Es kehrte ein kleines Stück Normalität zurück. Die Arbeit am Patienten konnte weitergehen. Anfangs mit großer Verwirrung bei den Patienten, einige waren übervorsichtig und andere fragten, sobald sie in der Kabine waren: „Kann ich jetzt die Maske ausziehen?“ (Ähem, nein, natürlich nicht!) Auch im Krankenhaus auf den Fluren musste man manchmal umkehren, weil man versehentlich vergessen hatte, dem Patienten die Maske anzuziehen. Nach und nach kehrte der „normale“ Ausbildungsalltag für uns zurück. Die Behandlungen konnten Im Krankenhaus ganz normal weitergeführt werden, worüber wir sehr dankbar waren. Einen großen Spaß hatten wir auch bei der Jerusalema-Aktion, bei der sich einige Schüler durch das gesamte Klinikum tanzten. Das Gefühl der Gemeinschaftlichkeit prägte diese Zeit besonders.

    Im Homeoffice lief es von Mal zu Mal besser. Wir erlebten viele lustige Videokonferenzen, bei denen man nicht nur die technischen Fähigkeiten der Lehrer erleben konnte, sondern auch Einblicke in ihre häusliche Einrichtung hatte. Die Zeit Zuhause reduzierte sich allmählich, bis wir wieder in der Schule am Präsenzunterricht teilnehmen konnten. Mit einer Top-Ausstattung, deren Bedienung für den einen oder anderen einige Hürden darstellte, konnten endlich die Behandlungstechniken ausgebaut werden.

    Die bisherige Situation verlangte und verlangt uns allen immer noch einiges ab, dennoch sind wir sehr dankbar für alles, was das Schulteam für uns auf die Beine stellen konnte! Wir hatten und haben trotz allem eine tolle Zeit an der Physiotherapieschule und in den Praxiseinsätzen. Wenn Ihr auch Spaß an der Arbeit mit Menschen habt, denen Ihr helfen könnt, dann bewerbt euch am Bildungscampus Koblenz.

    Wir freuen uns auf Euch! Sarah & Antonia

    Bildungscampus Klassenraum

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